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Haidenburger Geschichte und Landschaft

Ganz im äußersten Südwesten des Landkreises Passau, unmittelbar an der Grenze zum Landkreis Rottal/Inn, etwa 5 km von Aidenbach und Aldersbach liegt auf einer Anhöhe über dem Sulzbachtal inmitten eines ausgedehnten Waldgebietes das Schloß und die ehemalige Hofmark Haidenburg.

Der über 300jährigen Geschichte unserer Feuerschützengesellschaft steht eine mehr als 1000jährige, reiche Geschichte unserer Heimat gegenüber, in der Haidenburg als einer der ältesten und bedeutendsten Adelssitze in unserem Raum über das gesamte Mittelalter die Herrschaft über weite Teile des unteren Sulzbach- und Vilstales sowie die Gegend um Haarbach im Wolfachtal ausübte.

         

Haidenburg hat seinen Namen von einem Edlen des altdeutschen Männernamens Haito, der bereits im Jahre 827 in dieser Gegend begütert war. Burg und Herrschaft finden sich dann im Mittelalter in den Händen der Freien von Kam (heute Kamm bei Ortenburg), der Grafen von Hals bei Passau, die im 10.-13. Jahrhundert neben den Ortenburgern und Schönerdingern zu den bedeutendsten Herrschaftsträgern im Vilshofener Raum gehörten, ferner der Landgrafen von Leuchtenberg, der Herren von Fraunberg und der Grafen von Closen, welche 1608 die mittelalterliche Burganlage abtrugen und auf deren Fundamenten die heutige Schloßanlage im Renaissancestil des 17. Jahrhunderts errichteten.

Das Haidenburger Schloss im 17. Jahrhundert

1812 kaufte der bedeutende bayerische Staatsmann Johann Adam Freiherr von Aretin das Schloss. Auf dem Dorffriedhof von Uttigkofen ist das Grabdenkmal dieses Mannes, dem Bayern seine erste Staatsverfassung von 1818 zum größten Teil verdankt. 1871 wurde das Schloß durch Brand schwer in Mitleidenschaft gezogen und der breite Nordtrakt im englischen Stil mit einem mächtigen schiefergedecktem Satteldach und Giebelfassaden mit Zinnen neu geschaffen. Damals wurde auch in den Waldungen um das Schloß ein Tiergarten und ein Park im englischen Stil geschaffen, der heute noch eine weitgehend naturbelassene Parkanlage mit inzwischen mächtigen Exemplaren seltener Laub- und Nadelbäume darstellt. Ein beschilderter Waldlehrpfad bezieht den Schloßpark und einen weiten Teil des Haidenburger Tannen- und Mischwaldbogens ein. Das Schloss Haidenburg blieb bis 1972 im Besitz der Familie, es wurde von den Aretin an Josef Stampfl veräußert. Seither ist die Familie Stampfl in Besitz der Schlossanlage und saniert diese stetig. Von ihr wird das Schloss heute für Veranstaltungen zugänglich gemacht.

Landschaftlich ist dieser stille Winkel des Landkreises Passau ein weitgehend intaktes Mischwaldgebiet auf einem ausgedehnten sandigen Höhenrücken über dem Sulzbachtal mit eingestreuten Feuchtbiotopen, ein Rückzugsgebiet für eine große Vielfalt von Vogelarten, Fröschen, Baum-, Strauch- und Wildstaudenarten. Besonders erwähnen möchten wir das Vorkommen überdurchschnittlich vieler Singvogelarten, des Waldkauzes, der Fledermaus, wilder Akeleien, Nachtviolen, Heckenlandschaften mit Schlehen, Weißdorn und Wildrosen, alleenartig angeordnete Kirsch- und Nußbäume, Linden und vor allem jahrhundertealte Eichen, die zwischen Haidenburg und Uttigkofen mehrere imposante Gruppen bilden.

Weitere Informationen zur Geschichte des Ortes findest du auf den folgenden Seiten:

Wikipedia: Schloss Haidenburg
Das Schloss heute

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